Die Qual der Wahl

Viele sprechen von der Qual der Wahl, von wahlweise einer weisen Wahl oder aber von der anstößigen Wahllosigkeit dieser oder jener Personen. Doch im Grunde bleibt für mich hinter diesen Floskeln die unangenehme Frage, was denn nun so etwas wie eine Wahl eigentlich ist, wie ich sie treffen, von was oder wie ich sie abhalten kann oder wie ich sie und sie mich eigentlich sabotieren kann. Und hierbei spreche ich nicht von den Papierzetteln, die in unschuldigen Pastelltönen viel zu zahlarm in den Urnen der verschiedenen Wahlbezirke landen, sondern von jenen Situationen, in welchen wir Tag für Tag eine Wahl treffen. Welche … Hose/ Marmelade/ Beruf/ Umgangston/ PartnerIn/ Zeitschrift/ Joggingschuhe/ Moral/ … Die Liste scheint endlos. Fangen wir an. Jedes einzelne Produkt unserer materiellen Umwelt wurde Opfer unserer Entscheidung, die Wahl fiel, der Euro auch. Warum habe ich dieses Produkt konsumiert, warum nicht jenes? Ich will euch in die Situation eintauchen lassen, welche mich zu diesem Artikel bewog und welche ich gerade erlebe, um ein Reallife-Abbild meines moralischen Dilemmas zeichnen zu können.

Von Selina Schnickers

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Back to the Future, please!

Back to the Future!
Paul Nigh’s ‚TeamTimeCar.com‘ Back to the Future DeLorean Time Machine

2017. Ginge es nach Doctor Emmett Brown würden wir im Jahr 2017 längst mit fliegenden Untersetzern die Troposphäre unsicher machen, selbstschnürende Schuhe tragen und nach einem langen Unitag unser Hoverboard in der Garage parken. Tatsächlich kriegen wir im Jahr 2017 aber teilweise noch nicht mal die banalsten und selbstverständlichsten Dinge gebacken (Stichwort: Toleranz und Gleichberechtigung), was den Verdacht aufkommen lässt, dass wir noch lange nicht in der Zukunft angekommen sind – vielmehr fühlt man sich an so manchem Tag und während so mancher anti-feministisch angehauchten Diskussion schlagartig ins tiefste Mittelalter zurückversetzt, wenn darüber debattiert wird, was Frauen angeblich (nicht) dürfen, können, sollen und müssen.

Ein Gedankenmosaik von Sandra Grübler


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In Österreich greift nur zu Kohle, wer keine Kohle hat

Kohle

Es gibt ja nicht viele Dinge, die man als kleiner Dreikäsehoch erlebt hat, an die man sich auch nach zwanzig Jahren noch gestochen scharf und unglaublich gerne erinnert. Meine Besuche bei Uroma und Uropa S. gehören jedoch zu diesen kostbaren Erinnerungen. Nicht nur deshalb, weil die Urli die besten Schoko-Busserln österreichweit backen konnte und sie mir ganz nebenbei beibrachte, wie man beim Kartenspielen erfolgreich schwindelt, sondern auch wegen der besonderen, gemütlichen Atmosphäre in der kleinen Siedlungswohnung, in der es immer lauschig warm (sprich: siedend heiß) war und nach Essen duftete.

Von Sandra Grübler


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radikal sein – ein loblied

Radikal sein - ein Loblied.

manchmal wünsche ich mir im stillen, dass doch alle ein bisschen radikaler wären.

„was? ist der jetzt verrückt geworden?“, fragen sich an dieser stelle wohl nicht unwenige. pegidaschlümpfe hopsen herum und fordern lynchjustiz, die usa werden künftig von einer föhnfrisur mit vergewaltigungsphantasien regiert und lkws rasen in weihnachtsmärkte.

von vasillis varvaridis


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Allah muss sterben!

Allah

 

Gott liegt schon lange vergraben. Die Erde über ihm ist durch die Spuren der Aufklärung und vieler nachfolgender Generationen so festgetreten, dass er auch da unten bleiben wird, wo nur noch Maden von seinem verdorbenen Fleisch zehren. Aber der Andere wandelt noch immer auf scheinbar heiligem Boden und scheut immer weniger davor zurück, auch über unsere Straßen zu gehen. Eine Gelegenheit, die man nutzen muss, um ihm den finiten Dolch in sein ewiges Herz zu rammen.

Aufruf zur Tötung Allahs von Carlos P. Reinelt


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Die „Pflicht“ der Erinnerung

Braunau – Eine Stadt mit fahlem Beigeschmack, die seine Wirkungsmacht als Geburtsort des ‘Führers’ wohl nie vergessen wird. Innenminister Wolfgang Sobotka kündigte Mitte Oktober den Abriss Hitlers Geburtshauses an – revidierte seine Aussage nach Lautwerden vieler kritischer Stimmen jedoch innerhalb von 24 Stunden teilweise wieder.

Die “Wiege des Führers” wurde wieder in den Fokus der Berichterstattung gerückt. Was tun mit Adolf Hitlers Geburtshaus? Carolina Forstner hat mit Ass.-Prof. Dr. Roland Cerny-Werner, welcher an der Universität Salzburg lehrt und durch jahrelange Erfahrung als pädagogischer Begleiter an den Gedenkstätten Mauthausen und Buchenwald wichtige Erfahrungen in der Gedenkstättenpädagogik gesammelt hat, über das Geburtshaus Hitlers, Gedenkstättenpädagogik und eine angemessene Form der Erinnerung an unsere nationalsozialistische Vergangenheit gesprochen.

Hitler-Geburtshaus
(c) Thomas Ledl wikipedia

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Das akademische Prekariat: Wenn der Staat keine Kohle herausrückt

Am deutschen Wesen soll die Welt genesen. Der ideenlosen österreichischen Politik dient Hegemon Deutschland oft als Vorbild. Warum das für die Wissenschaft keine recht gute Idee wäre und was das mit dem sogenannten akademischen Prekariat zu tun hat, erklärt euch Christoph Würflinger.

Wenn der Staat keine Kohle herausrückt.
Foto: Tagebau im Ruhrgebiet – „So wird das österreichische Wissenschaftssystem bald aussehen, wenn nicht mehr Kohle kommt.“ (©Joeb07 (wikipedia), Braunkohletagebau Schleenhain)

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