Erstes österreichisches Gutmenschentheater

"Gutmenschentheater"
© Andreas Hechenberger

Von Christoph Mödlhamer

Gebannt starren sie ins Publikum. Hat es schon angefangen? Wieso sind die DarstellerInnen nicht geschminkt? Warum die Kostüme so hässlich? Stört es, wenn ich noch ein bisschen mit meinem Snack raschle? Kurz noch aushusten. Es hat ja ohnehin noch nicht angefangen. Oder? Oder? Doch. Hat es! Da sitzen sie: die LaiendarstellerInnen. Gegenüber vier SchauspielerInnen, die dem Publikum einen Spiegel vorhalten. Continue reading „Erstes österreichisches Gutmenschentheater“

Die Wahl zwischen Pest und Cholera

Wiener Schnitzel oder veganes Curry zu Mittag? 

Mallorca oder Amsterdam im Sommer?

Zusammengehen oder bleiben lassen?  

Noch Zähne putzen oder einfach schlafen gehen?

Die meisten Entscheidungen, vor die uns unser Alltag stellt, sind relativ schnell getroffen. Gerade jene, die wir alleine treffen können und deren Konsequenzen auch (vor allem) uns allein betreffen. Sobald aber andere mitmischen, wird die Sache komplizierter, oft lästig; die Qual der Wahl wird zur Wahl der Qual: Pest oder Cholera, was darf’s denn sein?

 

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Gegen Wahlen!

Gegen Wahlen

Nicht minder reißerisch klingt der Titel von David Van Reybrouks neuestem Sachbuch. Was im ersten Moment plump und provozierend klingen mag, entwickelt sich im Laufe der haarscharfen Analyse zu einem interessanten Denkanstoß, der uns immer wieder fragen lässt: Wieso sind wir der Überzeugung, dass wir durch Wahlen zu einer gelungenen Demokratie kommen?

Eine Rezension von Carlos P. Reinelt

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Die Qual der Wahl

Viele sprechen von der Qual der Wahl, von wahlweise einer weisen Wahl oder aber von der anstößigen Wahllosigkeit dieser oder jener Personen. Doch im Grunde bleibt für mich hinter diesen Floskeln die unangenehme Frage, was denn nun so etwas wie eine Wahl eigentlich ist, wie ich sie treffen, von was oder wie ich sie abhalten kann oder wie ich sie und sie mich eigentlich sabotieren kann. Und hierbei spreche ich nicht von den Papierzetteln, die in unschuldigen Pastelltönen viel zu zahlarm in den Urnen der verschiedenen Wahlbezirke landen, sondern von jenen Situationen, in welchen wir Tag für Tag eine Wahl treffen. Welche … Hose/ Marmelade/ Beruf/ Umgangston/ PartnerIn/ Zeitschrift/ Joggingschuhe/ Moral/ … Die Liste scheint endlos. Fangen wir an. Jedes einzelne Produkt unserer materiellen Umwelt wurde Opfer unserer Entscheidung, die Wahl fiel, der Euro auch. Warum habe ich dieses Produkt konsumiert, warum nicht jenes? Ich will euch in die Situation eintauchen lassen, welche mich zu diesem Artikel bewog und welche ich gerade erlebe, um ein Reallife-Abbild meines moralischen Dilemmas zeichnen zu können.

Von Selina Schnickers

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